Notepad
The notepad is empty.

Der Passfälscher

Die unglaubliche Geschichte eines jungen Grafikers, der im Untergrund gegen die Nazis kämpfte. Taschenbuch
Ranking1060inBelletristik
PaperbackPaperback
240 pages
German
CHF23.80
Available

Product

Cover TextIn seinen engmaschig komponierten, fast unglaublich klingenden, anekdotenreichen Erinnerungen berichtet der Zeitzeuge Cioma Schönhaus mit Sinn für Selbstironie und Spannung aus seinem wechselvollen Leben im nationalsozialistischen Berlin. 1942 entscheidet er sich, in den Untergrund zu gehen, um einer weiteren Verfolgung und der drohenden Deportation zu entgehen. Seinen Unterhalt bestritt er mit dem Erlös aus dem Verkauf der bereits zur Beschlagnahmung vorgesehenen Wertsachen seiner Familie. Finanziell unabhängig, fälschte er Ausweispapiere, die Hunderte von Todgeweihten retteten. Fesselnd und zuverlässig berichtet er, wie er sich als 20-Jähriger täglich durchschlagen musste und dabei sogar die Stirn besaß, sich von dem verdienten Geld, mit dem er als Verfolgter ansonsten nicht viel anfangen konnte, eine kleine Segeljacht auf dem Wannsee zu kaufen. Sein Bericht zeugt von Intelligenz und Einfallsreichtum, von Lebenslust und auch von Leichtsinn. Er begegnete vielen ebenfalls in Not geratenen Menschen, u.a. Renate, der Tochter des Theologen Jochen Klepper, die sich der Deportation zusammen mit ihren Eltern durch Selbstmord entziehen sollte, und der berüchtigten Stella Goldschlag, die als sog. U-Boot Juden in ihren Verstecken an die Gestapo verraten musste. Ihm selbst gelang es immer wieder, durch das Netz der Verfolger hindurchzuschlüpfen. Schließlich kam ihm die Gestapo doch auf die Spur und suchte ihn steckbrieflich mit Foto im Deutschen Kriminalpolizeiblatt des Reichskriminalamtes Berlin. Mit seinem Fahrrad gelang ihm die Flucht in die Schweiz - selbstverständlich mit eigens gefälschten Dokumenten.
Ein Beispiel für einen jungen Menschen, der den Kopf oben hielt und den NS-Schergen trotzte.
SummaryEin fesselnder Bericht aus dem nationalsozialistischen Berlin, wo Schönhaus zwanzigjährig im Untergrund lebensrettende Ausweise für Verfolgte fälschte und die Gestapo überlistete.
Details
ISBN/GTIN978-3-596-16446-2
Product TypePaperback
BindingPaperback
Publishing year2006
Publishing date15/06/2006
Edition5. A.
Pages240 pages
LanguageGerman
SizeWidth 123 mm, Height 190 mm, Thickness 17 mm
Weight247 g
Illustrationss/w. Abb.
Article no.3462762
Rubrics

Content/Review

Critique»Autobiografien von Opfern und Mitläufern der Nationalsozialisten sind sichere Werte für Verlage. Aktuelles Beispiel der Erinnerungsliteratur: Die verblüffende Überlebensgeschichte des deutschen Juden Cioma Schönhaus. [...] Mit Gelassenheit und Humor breitet Cioma Schönhaus seine Erinnerungen aus, unterhaltsam gar für den Leser.« (DanielArnet, Facts, 19.8.2004)
»Schönhaus erzählt von einigen Deutschen,
...more

Author

Schönhaus, Cioma
Cioma Schönhaus, geb. 1922 in Berlin als Samson Schönhaus (Rufname: Cioma). Bis 1942 übte er folgende angelernte Berufe aus: Schneider, Bügler, Knopflochmacher, Nähmaschinenmechaniker, Erdarbeiter, Gärtner und Metalldreher. 1942-1943 illegaler Aufenthalt in Berlin. Steckbrieflich von der Gestapo gesucht, flieht er 1943 in die Schweiz - mit selbst gefälschten Papieren.